| |
|
| WVR-Projekte
an der Matern-Feuerbacher-Realschule
Ziele von WVR (Wirtschaften-Verwalten-recht)
Kaiak - Karten in allen Klassenzimmern
Bottwaqua - Gewässeruntersuchung Gründung einer Schülerfirma
Schulmöbel
Kalender
Fahrradwege um Großbottwar
Finanzierung einer Abschlussfahrt
|

Projekt "KaiaK"
Karten in
allen Klassenzimmern
|
| Ziele
von WVR
Lernen durch Praxisnähe:
Von den Absolventen der Realschulen werden in einer immer komplexer
werdenden Welt neben dem fundierten Fachwissen zunehmend soziale, methodische
und personale Kompetenzen erwartet. Die Förderung dieser Kompetenzen
ist das Anliegen von WVR. In der Durchführung der themenorientierten
Projekte sollen die Schüler Kenntnisse wirtschaftlicher, rechtlicher
und verwaltungstechnischer Zusammenhänge verbunden mit einer Stärkung
der Team-, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit erwerben. Zudem
soll ihre Verantwortungsfähigkeit, ihre Selbstständigkeit,
ihr Leistungswille und das problemlösende Denken gefördert
werden.
Im Mittelpunkt der Lernfelder und der Lernmethoden von WVR steht nicht
die Vermittlung von theoretischen Zusammenhängen, sondern die unmittelbare
praxis- und anwendungsnahe Erfahrung von wirtschaftlichen, verwaltungstechnischen
und rechtlichen Problemstellungen.
|
|
|
Weitere Informationen: http://lbs.bw.schule.de/realschule/rsonline/wvr/wvrerkl.htm
Verordnungen und Organisation
Änderung der Verwaltungsvorschrift
über Zeugnisse, Halbjahresinformationen und Schulbericht (KuU vom
1.12.2000, Seite 338):
8.5. In der Realschule werden die Leistungen der Schülerin oder
des Schülers in dem Themenorientierten Projekt Wirtschaften, Verwalten
und Recht verbal beschrieben und mit einer eigenen Gesamtnote bewertet.
Hierzu kann auch ein Beiblatt zum Zeugnis verwendet werden.
Verordnung des Kultusministeriums
zur Änderung der Verordnung über die Stundentafel der Realschule
(KuU vom 1.3.2001):
§ 3 Themenorientiertes Projekt Wirtschaften, Verwalten und Recht.
|
|
Für alle Schülerinnen und Schüler ist die Teilnahme an
einem Themenorientierten Projekt Wirtschaften, Verwalten und Recht verbindlich,
das innerhalb eines Schuljahres in den Klassen 7, 8, 9 oder 10 durchgeführt
wird, fächerverbindend sein kann und einen Umfang von bis zu zwei
Jahreswochenstunden umfasst, die aus dem Stundenvolumen der beteiligten
Fächer entnommen werden. Die Klassenkonferenz entscheidet im Rahmen
von Satz 1 über die Durchführung des Projekts in der jeweiligen
Klassenstufe, über den zeitlichen Umfang und über die beteiligten
Fächer. Die Schulleiterin oder der Schulleiter koordiniert die Entscheidung
in den einzelnen Klassenkonferenzen. |
|
|
Organisation in der Schule:
Die Projektidee sollte zusammen
mit den Schülerinnen und Schülern bereits im vorangehenden
Schuljahr entwickelt werden
* Frühzeitiger Informationsfluss
im Kollegium
* Koordination der Projekte an der Schule durch die Schulleitung
* Information der Gremien (GLK, SMV, Elternbeirat, Schulkonferenz)
* Berücksichtigung bei der Deputatsverteilung
* Berücksichtigung bei der Stundenplangestaltung
* Präsentationsmöglichkeit
|
|
|
Außerschulische Organisation:
* Einschalten der Presse
* Absprachen mit Nachbarschulen, Betrieben, Organisationen und Experten
Weitere wichtige organisatorische
Hilfen finden Sie in: "TOP WVR 2000 – ,Neue Projektideen
und schulorganisatorische Lösungen..."
Diese Broschüre ging allen Realschulen zum Schuljahresbeginn 2000/2001
zu.
|
|
Leistungsmessung
und Testate
Eine
eigene Note für WVR:
Durch die Notenbildungsverordnung wird geregelt, dass die in TOP WVR erbrachten
Leistungen eine eigene Wertschätzung erhalten. Die verbale Beurteilung
wird durch eine Note für das Projekt ergänzt. Beides kann auf
einem Beiblatt zum Zeugnis dokumentiert werden und für die Schülerin
bzw. den Schüler einen zusätzlichen Qualifikationsnachweis darstellen.
Die Note ist nicht versetzungswirksam. Sie soll vor allem die besonders
engagierten Schülerinnen und Schüler "belohnen". Sie
erhalten eine positive Rückmeldung für ihre Leistung.
|
|
Notengebung bei TOP WVR:
Die Fachkompetenz einer Schülerin bzw. eines Schülers kann innerhalb
eines Themenorientierten Projekts "Wirtschaften, Verwalten und Recht"
als Leistungsnachweis in den am Projekt beteiligten Fächern berücksichtigt
werden (Fachnoten). So ist es z.B. möglich, die Projektpräsentation
im Fach Deutsch zu berücksichtigen. Diese "neue Form der Leistungsmessung"
kann sogar den Stellenwert einer Klassenarbeit in einem Kernfach haben.
Aus dem Themenorientierten Projekt kann aber auch eine Jahresarbeit, z.
B. in Natur und Technik, in Mensch und Umwelt oder in einem anderen Fach
erwachsen. In TOP WVR werden auch Methodenkompetenz, Sozialkompetenz und
Personalkompetenz bewertet. Um diese beobachten und bewerten zu können,
sollten die am Projekt beteiligten Lehrerinnen und Lehrer ein Kriterienraster
erarbeiten und auf seine Alltagstauglichkeit überprüfen. Es
empfiehl sich bei der Erstellung dieses Rasters die Klasse zu beteiligen.
Dies kann ein wichtiger erster Schritt ins gemeinsame Projekt sein. Und:
Was alle gemeinsam festgelegt haben, wird in der Regel auch von allen
getragen und akzeptiert. Wer sich damit (noch) nicht anfreunden kann,
der sollte zumindest die Kriterien offen legen, damit alle wissen, woran
sie sind und auf was es ankommt. |
|
KaiaK-
das Proiekt der Klasse 9c Mit
unserem Klassenlehrer, Herrn Lebherz, haben wir uns schon längere
Zeit Gedanken darüber gemacht, wie wir am besten alle Klassenzimmer
mit Karten ausstatten könnten. Karten, die jedes Schuliahr und in
allen Fächern gebraucht werden: Deutschland politisch und physisch,
sowie Europa physisch und die Erde politisch.
Bei einem Ideen-Wettbewerb Ende des B. Schuliahres benannten wir unser
Proiekt KaiaK
eben für Karten
in
allen
Klassenzimmern. Das Problem
bei der Umsetzung von KaiaK wären die hohen Kosten, wenn verlagstechnisches
Material bestellt würde. Also waren wir gezwungen eine Lösung
zu finden, die finanziell unseren Schuletat weit weniger belastet. Nachdem
viele Varianten von uns durchgerechnet und verworfen wurden, kristallisierte
sich die optimale Idee heraus:
Die großformatigen Karten werden als Druck von der Bundeszentrale
für politische Bildung in Bonn sehr kostengünstig bezogen und
über die Firma Wegra-Plast, Gronau, auf Kunststoff Plattenträger
laminiert. Anschließend von der Klasse abgeholt, Schraublöcher
eingestanzt und alle so sehr stabilen Karten in Eigenarbeit in allen Klassenzimmern
montiert.
Zur Beherrschung aller Projektarbeiten bildeten wir unter Leitung von
Herrn Lebherz drei Teams aus unserer Klasse:
Die
Montage-Truppe 8 Schüler befestigen die Karten mit
Dübeln und Schrauben an
den Wänden.
Das
Sponsoren-Team 7 Schüler werden Kontakt zu Firmen
im oberen Bottwartal aufnehmen
und um Spenden für das Projekt bitten.
Die
Presse-Gruppe 7 Schüler dokumentieren das gesamte
Geschehen und informieren Schule,
Firmen und Öffentlichkeit über das Projekt.
Am Ende des Schuljahres wird die Klasse 9c eine Leistung für die
Matern-Feuerbacher-Realschule erbracht haben, die weit über das normale
Lernen im Fächerkanon hinausgeht, die dem Schulalltag sehr von Nutzen
ist und Schüler im sozialen Engagement gefördert hat.
|
|
| |
|
| Auf
der Suche nach Sponsoren... |
|
20.
Mai 2003
Sehr geehrte Damen und Herren,
w ir, die Klasse 9 c, haben mit unserem Klassenlehrer ein Projekt gestartet.
Das Projekt KaiaK, d.h. Karten in allen Klassenzimmern, hat das Ziel,
politische und physikalische Karten von Deutschland, Europa und der Erde
in allen Klassenzimmern anzubringen.
Wenn diese Karten von Verlagen gekauft würden, käme die Schule
auf Kosten von ca. 15.000 €, was absolut nicht möglich wäre.
Deshalb haben wir mit unserem Projekt nach einer sinnvollen Lösung
gesucht und kamen zu dem Ergebnis, über die Bundeszentrale für
politische Bildung diese Karten als Poster sehr kostengünstig zu
beziehen und über die Firma WEGRA-Plast Gronau auf Kunststoffträger
laminieren zu lassen. Somit entstanden uns Kosten in Höhe von nur
noch ca. 1.500 €.
Wir bitten Sie, uns bei unserem Projekt finanziell zu unterstützen.
Ihre Finanzhilfe würde zur Entlastung unseres Schuletats beitragen
und auch die Bildung der Schüler fördern. Ihre Spende erbitten
wir auf das folgende Konto:
Matern-Feuerbacher-Realschule
Kto.-Nr. 403 644 1
Kreissparkasse Ludwigsburg BLZ 60450050
Eine Spendenbescheinigung würden wir Ihnen auf Wunsch zusenden.
In einer abschließenden Ausstellung zum Schuljahresende möchten
wir allen Schülern unser Gesamtprojekt und die Sponsoren vorstellen.
Eine Pressemitteilung in den Medien des Bottwartals soll auch die Öffentlichkeit
darüber informieren.
Mit freundlichen Grüßen
Schwarz Schulleiter
Lebherz Klassenlehrer
Josephine Maier, Katharina Schleicher Klassensprecherinnen der Kl. 9c
Matern-Feuerbacher-Realschule
Hannenbachstr. 10
71723 Großbottwar
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
Vorstellung
des WVR -- Projekts „Kalender"
Übersichtsplan über die Arbeitsschritte der einzelnen
Gruppen
Arbeitsschritte in Stichworten:
· Vorstellung des WVR-Projekts
durch Fr. Vogel & Herr Petrovan
· Jeder muss sich in eine der 4 Arbeitsgruppen einteilen
· Treffen „Gruppe künstlerisch": Erste Sichtung
der abgegebenen Bilder unter Aufsicht von Herr Petrovan
· Treffen „Gruppe Marketing": Welche Art von Kalender
ist erwünscht - allgemeiner Kalender?
· Welche Abnehmer? In Geschäften?
· Information der Eltern über das Projekt im Rahmen der
Klassenpflegschaft Treffen „Dokumentationsgruppe":
Tabelle anlegen, was und wie wird dokumentiert?
· Treffen"betriebswirtschaftliche Gruppe": Welche Aufgaben
gibt es? Treffen aller Gruppen: künstlerische Gruppe
zeigt Bilder, betriebswirtschaftliche Gruppe will
Druckereien ausfindig machen, Dokumentationsgruppe bittet um Rückmeldung
der Gruppenaktivitäten, Marketing-Gruppe führt
mögliche Abnehmer auf
· Treffen „betriebswirtschaftliche Gruppe": Adressen
von Druckereien ausfindig machen
· betriebswirtschaftliche Gruppe: Angebote einholen von Copyshops
und Druckereien, Angebotsvergleich, Druckvergabe an Druckerei
Pechmann, Elternabende
· Marketinggruppe + Dokumentationsgruppe stellen Kalender vor
und nehmen Bestellungen auf
· Die betriebswirtschaftliche Gruppe erhält den Auftrag,
die Druckkosten aufzuschlüsseln und das Einverständnis
zur vorübergehenden Übernahme der Kosten durch
die Schule einzuholen.
· Dokumentationsgruppe stellt Bericht für die Mitteilungsblätter
zusammen Drucken der Kalender
· Auslieferung der bestellten Kalender
· Verkauf beim Großbottwarer Weihnachtsmarkt Verkauf beim
Oberstenfelder Weihnachtsmarkt
· Dokumentationsgruppe: Zusammenstellung der Dokumentation Schlussredaktion
der Dokumentationsgruppe
|
|
| Vorstellung
des WVR -- Projekts „Kalender" am 25. 02. 2003 beim Elternabend
· Projektziel: einen Jahreskalender selbst entwerfen und vermarkten
· Projektdauer: Februar - Dezember 2003
· Die Schüler erwerben fachliche, methodische, personale,
soziale Kompetenz.
· Nach Abschluss der Projekts erhalten die SchülerInnen
ein Testat mit einer Note in Form einer Ziffer und einer
verbalen Note.
· Arbeitsgruppen: künstlerische Gruppe (erstellt Bilder,
gestaltet Layout); betriebswirtschaftliche Gruppe (Preiskalkulation,
sucht Druckerei); Marketing – Gruppe (Werbung, Bestellungen,
Verkauf); Dokumentationsgruppe (dokumentiert den Verlauf
des Projekts, präsentiert das fertige Produkt)
|
|
| Die
Dokumentationsgruppe besuchte die künstlerische Gruppe am
11. 03. 2003. Dabei entstand von Vanessa folgender Bericht:
Heute Nachmittag besuchten wir unsere Mitschülerinnen, die sich
für die künstlerische Gruppe gemeldet haben. Unter der Leitung
von Herrn Petrovan arbeiteten sie an den großen Tischen im Werkraum.
Zuerst trug die Gruppe die zu Hause gemalten Bilder zusammen. Danach
suchten sie im Schrank nach den Bildern, die sie letzte Woche für
den Kalender gemalt hatten. Als endlich die Bilder vor ihnen lagen,
gingen Bianca und Carolyn an den Computer, um erste Versuche im Layout
zu gestalten. Sie wählten aus den fertigen Bildern das mit der
leuchtenden Sonnenblume als Deckblatt aus und machten erste Versuche
zur Schriftgröße und dem Format des Kalenders. Die anderen
ordneten in dieser Zeit die vorhandenen Bilder den Monaten zu. Da die
vorhandenen Bilder noch nicht bei allen Zustimmung fanden, malte Michaela
ein Bild für den Dezember. Aylin und Selma schnitten aus schwarzem
Tonpapier ein Bild für Silvester aus. Jessica und Katja malten
die Gebäude, die sie letzte Woche in Großbottwar fotografiert
hatten, fertig. Es zeigt sich jetzt schon, dass der Kalender nicht nur
bunte Wasserfarbbilder enthalten wird, sondern auch Schwarzweiß
- Bilder. Die „Künstlerinnen" versuchen durch verschiedene
Techniken einen Kalender für jeden Geschmack zu machen.
|
|
Die
Dokumentationsgruppe besuchte die betriebswirtschaftliche Gruppe am 20.
06. 2003. Dabei entstand von Meryem folgender Bericht:
Die betriebswirtschaftliche Gruppe traf sich gegen 14.00 Uhr im Klassenzimmer.
Zuerst suchten sie aus dem regionalen Telefonbuch Namen, Telefonnummern
und Adressen von Druckereien aus der näheren Umgebung. Danach diskutierten
sie über die Größe des Kalenders. Die Frage war: DIN A
3 oder DIN A 4. Was ist schöner? Was verkauft sich besser? Was ist
billiger von den Druckkosten her? Die meisten fanden zwar DIN A 3 schöner,
aber wahrscheinlich auch zu teuer.
Als nächstes besprachen sie die Vorgehensweise in den Druckereien.
Sie stellten die Fragen zusammen, die für die Herstellung des Kalenders
wichtig sind und die sie unbedingt in den Druckereien stellen müssen,
um vergleichbare Angebote zu bekommen. Einige der Fragen handelten z.
B. über die Drucktechnik und die Papierqualität. Nachdem diese
Fragen besprochen waren, redeten sie über das Binden des Kalenders.
Dann unterhielten sie sich über die Stückzahl, die gedruckt
werden sollte. Einige meinten höchstens 100, andere mindestens 300.
Später verkündete Frau Vogel, dass sie ein Verkaufsgesprächstraining
machen würden. Marcel war der Kunde, Dominic der Druckereifachmann.
Die anderen beobachteten den Gesprächsverlauf. Drei Verkaufsgespräche
mit jeweils anderen Besetzungen wurden durchgespielt. Und es gab dabei
manches zum Lachen. Als sie mit dem Training fertig waren, gab Frau Vogel
der Gruppe als Hausaufgabe, im Internet nach weiteren möglichen Druckereien
und Informationen zu suchen.
Sie vereinbarten für kommenden Montag den nächsten Termin, wo
sie dann besprechen wollten, wer wo hingeht.
|
|
| Die
Dokumentationsgruppe begleitete Mitglieder der Marketinggruppe am 24.
09. 2003 bei den Elternabenden. Dabei entstand von Annika folgender
Bericht:
Die Mitglieder der Marketinggruppen
teilten sich in Kleingruppen auf, um bei den Elternabenden zu Beginn
des neuen Schuljahres die Kalender vorzustellen und Bestellungen aufzunehmen.
In der Klasse war zuvor diskutiert worden, wie wir die Auflagenstärke
unseres Kalenders ermitteln und das finanzielle Risiko möglichst
gering halten können. So waren wir auf die Idee mit den Elternabenden
gekommen.
Ich begleitete an diesem Abend Özgen, Maike und Daniel, die in
den Klassen 6a, 6c, 7c und 8c unser Projekt vorstellten. Die Klassenlehrer
waren informiert worden, dass wir kurz den Elternabend „stören"
würden. Auch das Vorstellen der Kalender war morgens in der Schule
geübt worden.
Nachdem wir angeklopft hatten und eintreten durften, sagte „Özgen"
ihren Text, dass der Kalender das WVR - Projekt der Klasse 9b wäre,
dass wir alle Bilder selbst entworfen und gemacht hätten und dass
der Kalender von einer Druckerei gedruckt werde und nicht mehr als 6.-
€ kosten würde. Während Özgen sprach, zeigte Maike
ein Probeexemplar hoch, sodass die Eltern sich den Kalender auch vorstellen
konnten. (Insgesamt waren drei Probeexemplare unter Anleitung von Herrn
Petrovan am Computer erstellt worden.) Dann legte Daniel die Bestellliste
aus und sagte, dass die Kalender im November über die Schüler
gegen Bezahlung ausgeliefert werden würden. Manchmal hatten die
Eltern noch Fragen zu unseren Bildern. Wenn das geklärt war, verabschiedeten
wir uns höflich und gingen zum nächsten Elternabend. Die Bestelllisten
wurden von den Klassenlehrern nach dem Elternabend in das Fach von Frau
Vogel gelegt.
|
|
| Jeder
aus der Klasse musste bei der Fertigstellung des Kalenders mithelfen.
Dabei entstand von Christian am 18.11. 2003 folgender Bericht:
Kalender fertig stellen
Die Klasse wurde in Gruppen mit jeweils 6 - 8 Personen geteilt. Als
wir dran waren, haben wir als erstes die gedruckten Kalenderblätter
nach den einzelnen Monaten sortiert und auf drei Tischen ausgebreitet.
Dann holten wir zwei Stanzmaschinen aus dem Lehrerzimmer. Annika und
Michaela sollten von jedem Monat die Blätter holen und sortieren.
Die Kalender wurden neben den Stanzmaschinen gestapelt. Herr Vogel erklärte
uns, wie die Stanzmaschinen funktionierten. An jeder Stanzmaschine sollten
immer zwei Leute arbeiten. Ivo und ich an der einen, Bianca, Jessica
und Carolyn an der anderen. Es wurden immer vier Blätter genau
in die Maschine eingelegt, mit dem Hebel herunter gedrückt und
dann waren die vier Blätter gestanzt. Wenn man alle Blätter
hatte, legte man noch eine Folie darüber, und danach hängte
man die Spirale über der Stanzmaschine ein und drückte den
Hebel soweit herunter, dass sich die Spirale öffnete. Jetzt konnte
man die gelochten Kalenderblätter problemlos in die Spirale einsetzen.
Danach wurde der Hebel hoch gedrückt und schon war der Kalender
fast fertig. Jetzt schnitten Annika und Michaela noch die überstehende
Spirale ab, fädelten eine Schnur ein und knoteten sie fest. Diese
dient als Halterung für das spätere Aufhängen. Danach
wurde der Kalender in eine Kiste gelegt und gleichzeitig gezählt.
Wir schafften an diesem Nachmittag 150 Kalender.
|
|
| Vom
Weihnachtsmarktverkauf in Oberstenfeld am 6. Dezember 2003 entstand
von Christian folgender Bericht:
Verkauf auf dem Weihnachtsmarkt
Einige Tage vor dem Verkauf wurden alle Schülerinnen und Schüler
in Gruppen von höchstens drei Schülern und einer erwachsenen
Aufsichtsperson eingeteilt. Diese wurden dann noch in einstündige
Schichten aufgeteilt. Die Eltern steuerten außerdem Gebäck,
Kinderpunsch, Weihnachtsdekoration und Petroleumlampen bei. Ivo, ich
und Frau Hehr als Aufsichtsperson hatten von 17.00 - 18.00 Uhr Dienst.
Wir lösten Annika und Michaela ab. Unser Stand war beim „Kupferdächle".
Als wir dort anfingen, dämmerte es schon. Deshalb zündeten
wir die Petroleumlampen an. In dieser einen Stunde verkauften wir viel
Gebäck, einen Christstollen, aber bloß zwei Becher Punsch
und keinen Kalender. In Großbottwar brauchten wir auf dem Weihnachtsmarkt
eine Woche zuvor 15 1 Punsch, hier hätte für die ganze Dauer
des Markts eine Kanne genügt. Das Angebot war zu groß. Ivo
kassierte das Geld und ich gab die Ware aus. Diese eine Stunde ging
schnell vorbei. Danach wurden wir von Meryem, Aylin und Vanessa abgelöst.
Dieser Verkauf hat viel Spaß gemacht.
|
|
| Für
die örtlichen Mitteilungsblätter entstand am 18. 11. 2003
folgender Bericht:
Die Klasse 9b stellt ihr WVR - Projekt vor
Im Laufe seiner Schulzeit nimmt jede/r Schüler/in an einem Wirtschaft
- Verwalten - Recht - Projekt teil. Unsere Klasse hat sich entschlossen,
einen Kalender selbst zu entwerfen, drucken zu lassen und zu vermarkten.
Innerhalb der Klasse wurden vier Gruppen gebildet: die künstlerische,
die betriebswirtschaftliche, die Marketing- und die Dokumentationsgruppe.
Bereits in der 2. Hälfte des vergangenen Schuljahres wählte
die künstlerische Gruppe die Bilder aus. Alle Bilder sind Arbeiten
aus unserer Klasse. Die betriebswirtschaftliche Gruppe holte Angebote
von Druckereien und Copy - Shops ein, verglich die Angebote und kalkulierte
den Endpreis. Die Marketinggruppe suchte (z. B. bei den Elternabenden)
und sucht noch nach Abnehmern und die Dokumentationsgruppe hält
die einzelnen Arbeitschritte fest und dokumentiert das ganze Projekt.
Um den Kalender vorab zeigen zu können, scannten drei Schüler
die Bilder ein und druckten drei „Probekalender" aus. In
den nächsten Tagen wird der Druck der Kalender in Auftrag gegeben.
Dann müssen wir noch den Kalender fertig stellen, d. h. wir müssen
die Spiralen eindrehen. Im November erfolgt die Auslieferung der bereits
bestellten Kalender. Auch auf den Weihnachtsmärkten von Großbottwar
und Oberstenfeld wollen wir die Kalender anbieten. Ein Kalender kostet
6.- € und ist ein schönes Weihnachtsgeschenk.
|
|
| In
den Mitteilungsblättern der umliegenden Gemeinden wiesen wir auf
unsere Teilnahme am Großbottwarer und Oberstenfelder Weihnachtsmarkt
hin.
Der Hinweis für
den Oberstenfelder Weihnachtsmarkt war wie folgt formuliert:
Die Klasse 9b der Matern - Feuerbacher - Realschule lädt Sie herzlich
ein zum Besuch des Oberstenfelder Weihnachtsmarkts am Samstag, den 6.
Dezember 2003.
Wir haben für Sie alkoholfreien Punsch, Weihnachtsgebäck und
Kalender, die wir selber gestaltet haben. Ein spezieller Tipp für
Sie: Unsere Kalender sind ein hübsches Weihnachtsgeschenk.
Jetzt, nachdem das Projekt erfolgreich abgeschlossen ist, ist die ganze
Klasse stolz auf das gemeinsame Ergebnis.
Zusammenfassend möchte ich als Klassenlehrerin kurz die Schwierigkeiten,
aber auch die Erfolge auflisten, die sich im Laufe des Projekts heraus
stellten.
|
|
| Erfolge
1. Fertiger Kalender
Zum Abschluss des Projekts bekam jede/r in der Klasse einen Kalender
als Ergebnis der Gemeinschaftsarbeit. In den letzten Wochen hieß
es immer wieder: „unser" Kalender.
2. Kompetenzerwerb
Jede/r Beteiligte hat unterschiedlich stark seine Fähigkeiten eingebracht
und fachliche, methodische, soziale und personale Kompetenz erworben.
Es wurde teilweise sehr selbstständig gearbeitet. Die Schülerinnen
haben sehr schnell erkannt, wer sich vor den Aufgaben drückt und
wer gute Beiträge leistet.
3. Projektmappe
Jede/r Schüler/in musste seinen Arbeitseinsatz und das Gesamtergebnis
dokumentieren. Dabei ging es um folgende Schwerpunkte:
- Der Aufgabenbereich meiner Gruppe - Mein persönlicher Arbeitsbereich
- Meine Beurteilung über die Durchführung und das Gelingen
des Projekts
- Persönlicher Lernprozess und Erfahrungen während des Projekts
Für mich bedeutete die Projektmappe ein aufschlussreiches Feedback.
|
|
| Schwierigkeiten
1. Größe der Klasse
Zu Projektbeginn zählte die Klasse 29 SchülerInnen. Trotz
Einteilung in Arbeitsgruppen war es schwierig, alle gleich stark in
die Arbeit einzubeziehen. Zu Projektende waren 32 SchülerInnen
beteiligt.
2. Projektdauer
Weil wir den Kalender selbst entwerfen wollten, mussten wir frühzeitig
mit den künstlerischen Aufgaben beginnen. Das Verkaufen konnte
jedoch erst nach den Herbstferien beginnen. Der Schuljahreswechsel wurde
als Bruch in der kontinuierlichen Arbeit empfunden. Hinzu kam, dass
zwei Schüler die Klasse verließen, drei dazu kamen, die noch
kein Projekt hatten und zwei weitere, die schon an einem Projekt teilgenommen
hatten.
3. Arbeit in Gruppen
Die Gruppen waren zu unterschiedlichen Zeiten am Projekt beteiligt.
Die künstlerische Gruppe beispielsweise hatte ihre Arbeit Ende
Juni abgeschlossen. Dann erfolgte die Hauptarbeitsphase der betriebswirtschaftlichen
Gruppe, weil vor den Sommerferien bereits feststehen musste, welche
Druckerei den Druckauftrag bekommt. Die marktwirtschaftliche Gruppe
wurde nach den Sommerferien eingesetzt und die Dokumentationsgruppe
je nach Bedarf. Zeitweilig hatte ich den Eindruck, die SchülerInnen
verlieren das Gesamtprojekt aus den Augen. Deshalb hielten die Mitglieder
der einzelnen Gruppen immer wieder einen Kurzbericht vor der Klasse
über den Stand ihrer Arbeit.
4. Zeitliche Belastung
Vor allem die Mitglieder der künstlerischen und der betriebswirtschaftlichen
Gruppe waren zeitlich stark belastet. Die Bilder wurden an zahlreichen
Nachmittagen hergestellt. Die Mitglieder der betriebswirtschaftlichen
Gruppe, die mit der Druckerei in Verbindung standen, arbeiteten sogar
in den Ferien, weil sonst der Terminplan nicht eingehalten worden wäre.
Auch die zeitliche Belastung für die Lehrkräfte war enorm.
Insgesamt betrachtet
war das Projekt für die Schülerinnen und Schüler eine
wichtige Erfahrung im eigenen ganzheitlichen Lernprozess.
(Irmela Vogel, Klassenlehrerin 9b) |
|
Fahrradwege
um Großbottwar -
WVR- Projekt der Klasse 9a
Am letzten Sonntag, den 2.Mai
2004 führten wir im Rahmen unseres Wirtschaften – Verwalten
– Recht (WVR)- Projekts eine Umfrage am Radweg zwischen Großbottwar
und Oberstenfeld durch.
Mit zwei Biertischgarnituren, zwei Sonnenschirmen und jeder Menge Apfelsaftschorle
bewaffnet – das uns vom Getränkemarkt Apfelbach großzügigerweise
gespendet wurde – begannen wir die Umfrage. Anhand von selbst
entworfenen Schildern, die wir entlang des Radwegs angebracht hatten,
wiesen wir schon im Voraus auf diese Aktion hin. Wir baten die vorbeifahrenden
Rad- und Inlinerfahrer, sich kurz Zeit zu nehmen und bei einem Apfelsaftschorle
einen von uns zusammengestellten Umfragebogen auszufüllen.
Mit den Fragebögen wollten
wir untersuchen, wie viele Rad- und Inlinerfahrer am Wochenende vorbeikommen
und ob diese an einem Besuch der Gastronomiebetriebe in der Großbottwarer
Innenstadt interessiert wären. Die Fragebögen wurden dann
später von uns ausgewertet und in Diagramme umgearbeitet. Wir haben
es uns als Ziel gesetzt, dass wir eine Broschüre zum Radweg herausbringen.
Wenn es sich als sinnvoll erweist, werden wir an den Radwegen rund um
Großbottwar mit Schildern auf Gastronomiebetriebe der Innenstadt
verweisen. Zu diesem Zweck haben wir auch gefragt, welche Entfernungen
die Vorbeifahrenden zurücklegen und ob sie an neuen Tourvorschlägen
von uns interessiert wären.
Es wurden Strichlisten über
die Anzahl der Vorbeifahrenden geführt, die aufzeigen, dass sonntags
dieser Radweg sehr gut genutzt wird. Zu unserer Überraschung wurden
rund 130 Fragebögen ausgefüllt, wobei Gruppen und Familien
meist nur einen Fragebogen ausfüllten. Über diese rege Teilnahme
freuten wir uns sehr, zu der nicht zuletzt das kostenlose Apfelsaftschorle
beigetragen hatte. So war unsere Aktion ein voller Erfolg, mit dem wir
nicht gerechnet hätten.
Wir danken der Firma Apfelbach
recht herzlich für ihre Unterstützung!
Dorothea Obenland,
9a
|
 |
| |
|