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Sozialprojekt
zusammengestellt von Religionspädagogin
Christine Leuze

Zum wiederholten Mal haben wir im Fachbereich Religion (ev./kath.) an der Matern-Feuerbacher-Realschule das Sozialprojekt verschiedenen Einrichtungen mit viel positiven Rückmeldungen durchgeführt.

 
 


Hier eine Übersicht über den Ablauf des Projektes:

A: Vorbereitung des Projekts
B: Mitarbeitende Einrichtungen
C: Praktikumsnachmittage
D: Rückmeldungen
E: Bericht, Benotung und Zeugnisdokument

 
 


A: Vorbereitung des Projekts

A 1: Vorbereitung der SchülerInnen in Klassenstufe 7
· Theoretische Einführung in den Themenbereich Diakonie
    o Außenseiter in unserer Gesellschaft
    o Lebenswelt der sog. „Außenseiter-Gruppen“
    o Hilfen zur Kommunikation und den Umgang mit den sog.       „Außenseitergruppen“
    o Wie Jesus mit Außenseitern umging (Kranker am Teich Bethesda       (Johannes 5,1-9); Jesu Frage nach dem Handeln in Nächstenliebe       (Mt.25,31-46), Kindersegnung (Mt.19,31-46))
· Zehn Regeln im Umgang mit alten Menschen
· Schweigepflicht
· Information über den Ablauf des Sozialprojekts und Wahl der Einrichtungen
· Besuch von verschiedenen Einrichtungen in der Schule und Vorstellen des   Aufgabenbereichs im Praktikum

 
 
A 2: Vorbereitung der Einrichtungen

· Schriftliche oder telefonische Anfrage in den Einrichtungen (siehe: Brief an   die Einrichtungen)
· Besuch der Einrichtungen durch eine Lehrkraft und gemeinsame Planung des   Projekts (Aufgabengebiete, Zeitlicher Ablauf, Anzahl der Praktikumsplätze,   Ziel des Projekts)
 
 


A 3: Vorbereitung des Projekts in Klassenstufe 8

· Bekanntgabe der Praktikumsorte (zugeteilte SchülerInnen zu den   Einrichtungen hing aus)
· Schriftliche Bekanntgabe der Praktikumsnachmittage (25.9.   Einführungsveranstaltung, 2. 10.; 9. 10.; 16. 10.; 23. 10.; 13. 11.; 20. 11.;   27. 11.; 4. 12.;11. 12.; 18. 12; 8.1. Abschlussveranstaltung, 15.1. Abgabe   des Berichts)
· Einführungsveranstaltung zu Beginn des Schuljahrs
    o Verhalten in der Einrichtung
    o Anforderungsbögen, bzw. Aufgabe in der Einrichtung
    o Inhalt und Abgabe des Berichts
    o Beurteilungsbogen und Benotung

 

 

 

 

 

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B: Mitarbeitende Einrichtungen

Folgende Einrichtungen haben mit uns zusammengearbeitet:

· Haus Ahorn – Beilstein Do 14.00h - 16.30h 10 Plätze
· Karl-Schaude-Stiftung Winzerhausen Do 14.30 – 17.00 h 4 Plätze
· Kleeblatt-Pflegeheim Großbottwar Do 14.30h - 17.00h 2 Plätze
· Vorbereitung und Durchführung von Kindergottesdiensten
  in Großbottwar Di 19.00h - 20.30h + So 10.30h – 11.15h 4 Plätze
· Behindertenschule Kleinbottwar Di 13.00h - 15.00h 6 Plätze
· Kindergarten Keltenstr. Großbottwar 2 Plätze
· Hegelstr. 1 Platz
· Im Pfarracker 2 Plätze
· Kindergärten Am Jugendheim Oberstenfeld Mo 3 Plätze
· Bäderwiesen: 2 Plätze
· Gehrn: 2 Plätze
· Hauäcker: 2 Plätze
· Kindergarten Gronau 1 Platz
· Kindergarten Winzerhausen Do 2 Plätze
· Kindergarten Hof und Lembach Do 1 Platz
· Kindergarten Gartenstr. Beilstein Do 2 Plätze
· Birkenweg 2 Plätze

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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C: Praktikumsnachmittage

C 1: Anforderungsbogen für die Praktikumszeit im Altenheim

Du solltest bereit sein während deines Praktikums

· die zehn Regeln für junge Menschen im Umgang mit alten Menschen zu   beachten und umzusetzen
· Unterhaltungen mit den Bewohnern zu führen und dich auf die betreffenden   Personen einzustellen (Gute Beobachtung erforderlich!)
· Ängste vor ungewohntem Verhalten der Bewohner zu überwinden
· deine Fähigkeiten einzubringen (z.B. musikalisch (Instrument, Singstimme),   Gedichte oder Kurzgeschichten vorlesen...)
· Bastelarbeiten, Spiele, Nikolaus bzw. Weihnachtsfeier, ... mit vorzubereiten   und durchzuführen
· selbst Ideen mit einzubringen und für vorhandene und erkundete   Interessengebiete seitens der Bewohner Informationsmaterial zu besorgen.
· Informationen über die Einrichtung zu sammeln
· bei alltäglichen Verrichtungen zu helfen (wie z.B. essen, trinken, ...)
· Spaziergänge zu unternehmen, mit dem Rollstuhl umzugehen
· jeden Besuch in der Einrichtung möglichst sofort danach stichwortartig   festhalten.

 
 
C 2: Anforderungsbogen für die Praktikumszeit im Kindergottesdienst

Das solltest du - soweit möglich - gesehen oder selbst gemacht haben:

· Unterhaltungen mit den Kindern führen
· bei „alltäglichen“ Verrichtungen helfen (wie z.B. essen, trinken, anziehen,   Klogänge, ...)
· Bastelarbeiten oder Spiele (sofern möglich) mit vorbereiten und durchführen
· selbst Ideen zur Beschäftigung der Kinder mit einbringen
· Erzählung mind. einer Geschichte während des Kindergottesdienstes
· Hintergrundinformationen über mind. 1 Kind erfragen
· Informationen über den Aufbau der Kirchengemeinde sammeln
 
 

C 3: Anforderungsbogen für die Praktikumszeit in der Behindertenschule

Das solltest du - soweit möglich - gesehen oder selbst gemacht haben:

· Unterhaltungen mit den Kindern führen
· bei „alltäglichen“ Verrichtungen helfen (wie z.B. essen, trinken, anziehen,   Klogänge, ...)
· Bastelarbeiten oder Spiele (sofern möglich) mit vorbereiten und durchführen
· selbst Ideen zur Beschäftigung der Kinder mit einbringen
· Beobachtung von einem Kind über mehrere Nachmittage (Beobachtungen im   Praktikumsbericht aufschreiben)
· Hintergrundinformationen über mind. 1 Kind erfragen
· Informationen über die Einrichtung sammeln

 
 


C 4 : Anforderungsbogen für die Praktikumszeit im Kindergarten

Das solltest du - soweit möglich - gesehen oder selbst gemacht haben:

· die Kinder kennen lernen
· an allen Unternehmungen der Gruppe teilnehmen (Spiele, Spaziergang, ...)
· mit den Kindern spielen und basteln
· den Kindern bei alltäglichen Aufgaben und Problemen helfen (wie z.B. auf die   Toilette begleiten, beim Anziehen helfen, ...)
· die Kinder im Freispiel beobachten (was spielen sie, wie lange bleiben sie an   einer Sache dran, spielen sie eher allein oder miteinander, gibt es Streit, wie   klappt es mit dem Aufräumen ... – du kannst ein Kind an mehreren   Nachmittagen beobachten und deine Beobachtungen im Praktikumsbericht   aufschreiben)
· eventuell ein Spiele oder eine Bastelarbeit vorbereiten und erklären
· Gruppenrituale beobachten
· Hintergrundinformation über ein Kind sammeln
· Informationen über die Einrichtung sammeln

 

 

 

 

 

 

 

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D: Rückmeldungen

Die SchülerInnen bekamen einen Rückmeldebogen mit folgenden zehn Fragen zum Sozialprojekt:
1. Das fand ich gut an meiner Arbeit
2. Das fand ich nicht gut an meiner Arbeit
3. Diese positiven oder neuen Erfahrungen habe ich gemacht
4. Diese unangenehmen Erfahrungen musste ich machen
5. Das fand ich gut an der Einrichtung, in der ich war:
6. Das fand ich nicht gut an meiner Einrichtung
7. Das fand ich gut an meinen Betreuern:
8. Das hat mir nicht so gefallen an meinen Betreuern:
9. Meine Wünsche an die Einrichtung, bzw. meine Betreuer:
10. Meine Wünsche an die Schule, bzw. die Betreuungslehrer
 
 


Die Antworten der Schüler finden sie unter Rückmeldungen zum Sozialprojekt.

Die Rückmeldungen der Einrichtungen waren durchweg wieder sehr positiv. Sie sind an der Arbeit mit den SchülerInnen interessiert und empfinden die Praktikanten als gute Hilfen bei Ihrer Arbeit.
Da für die Klasse 8b und die katholische Religionsgruppe die Teilnahme am Sozialprojekt verpflichtend war, waren wir sehr gespannt auf die Reaktionen. Doch sowohl bei den Schülern, als auch bei den Einrichtungen war dies meist im Vollzug kein Problem mehr. Nur vereinzelt haben SchülerInnen im Beurteilungsbogen keine Eins oder Zwei erhalten.

 

 

 

 

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E: Bericht, Benotung und Zeugnisdokument

So soll dein Bericht für das Sozialprojekt aussehen:

· Verwende einen Schnellhefter mit Glassichthüllen!
· Gestalte ein Titelblatt mit
    - deinem Namen und Klasse
    - dem Namen deiner Einrichtung
    - etwas Typischem für deine Einrichtung
· Schreibe deinen ganzen Bericht in der Schriftart „Times New Roman“,   Schriftgröße 12, einzeilig, Rand auf beiden Seiten nach Standard!

· Halte folgende Reihenfolge genau ein!
  1. Titelblatt (Seite 1)
  2. Inhaltsverzeichnis mit Seitenangabe (Seite 2)
  3. Beschreibung deines Einsatzortes (Seite 3)
      (z.B. wie sieht es dort aus, wer hat die Leitung, wie viele und wer       arbeiten dort, wo kommen die Bewohner/Kinder her, gibt es       Besonderheiten, was machen sie den ganzen Tag, evtl. Finanzierung,       Öffnungszeiten, Räumlichkeiten, Ausstattung, Anzahl der       Bewohner/Kinder…) Insgesamt sollte die Beschreibung 1 DIN A4-Seite       geschriebener Text sein.
  4. Berichte über die in der Einrichtung verbrachten Nachmittage (Seite 4-8)
      Über 8 der 10 Nachmittage sollst du kurz in Stichpunkten aufschreiben,       was du mit den Bewohnern/Kindern gemacht hast,
      über 2 der Nachmittage sollst du einen ausführlichen Bericht anfertigen,       indem du ausführlich aufschreibst, was ihr gemacht habt und was du       dabei erlebt hast. Überlege dabei auch immer, warum die       Kinder/Bewohner sich so verhalten haben und warum du so gehandelt       hast, wie du es getan hast.
      Denke dabei jeweils an die Überschriften, das Datum deiner Einsatztage       und schreibe sie der Reihenfolge nach hintereinander auf!
      Besonderheit für Ferienpraktikanten:
      1 ausführlicher Bericht über einen ganzen Tag, stichpunktartige Berichte       jeweils vormittags und nachmittags getrennt aufschreiben!
  5. Persönliche Eindrücke, Folgerungen (Seite 9)
      Hier sollst du in 1 DIN A 4 Seite zusammenfassen, was du in deiner Zeit       vom Sozialprojekt gelernt hast, welche Erfahrungen du gemacht hast und       wie du dich in dieser Zeit gefühlt hast. Du kannst dir auch       Verbesserungsvorschläge überlegen und versuchen, deinen Einsatzort zu       beurteilen.
  6. Zusatzmaterial (Seite 10-15)
     Füge als Zusatzmaterial ca. 5 - 10 Bilder ein (nicht mehr) und was du mit      den Kindern/Bewohnern gemeinsam gemacht hast, z.B. gemalte Bilder,      Bastelarbeiten, vorgelesene Gedichte, …)
     Bitte nicht das Infomaterial der Einrichtung und der Schule einheften,      sondern dieses gesondert aufbewahren!
     Wenn du möchtest kannst du die Bilder auch bei deinen Tagesberichten      platzieren, aber sie gelten nicht als Ersatz für geschriebenen Text.

Darstellung, Gestaltung, Präsentation
     Abzug kann man hier erhalten für: viele Rechtschreib- und Tippfehler –      schlechten sprachlichen Ausdruck – nicht eingehaltene Reihenfolge –      falsche Schriftgröße – schlechtes äußeres Erscheinungsbild

Download Bericht, Benotung...
 


Welche inhaltlichen Anforderungen an den Bericht gestellt wurden können Sie unter Bericht sehen.

E 2: Benotung

Die Zeugnisnote setzt sich folgendermaßen zusammen: Note des Berichts zweifach + Note der Einrichtung einfach (s. Beurteilungsbogen für die Einrichtungen)

E 3: Zeugnisdokument

Als Text für das Zeugnis haben wir folgendes formuliert:

 
 


Der/die SchülerIn
_____________________

hat im Schuljahr 2003/04 im Rahmen des Religions- bzw. Ethikunterrichts an dem fächer- und konfessionsübergreifenden Sozialprojekt

Dienst am Menschen
Sozialprojekt im Religionsunterricht

a) äußert engagiert und mit großem Erfolg teilgenommen
b) engagiert und mit großem Erfolg teilgenommen
c) erfolgreich teilgenommen
d) teilgenommen

 
 


a) Während seiner/ihrer Tätigkeit in dieser Zeit brachte er/sie sich mit außergewöhnlichem Engagement in die Arbeitsabläufe einer sozialen Einrichtung ein und zeigte sich im praktischen Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen äußerst verantwortungsbewusst und einfühlsam.

Seine/Ihre Eindrücke und Erlebnisse stellte er/sie in der anschließenden Präsentation sehr umfassend und mit einem überdurchschnittlich hohen Maß an Reflexion dar.

 
 


b) Während seiner/ihrer Tätigkeit in dieser Zeit brachte er/sie sich engagiert in die Arbeitsabläufe einer sozialen Einrichtung ein und zeigte im praktischen Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen äußerst verantwortungsbewusst und einfühlsam.

Seine/Ihre Eindrücke und Erlebnisse stellte er/sie in der anschließenden Präsentation sehr reflektiert und umfassend dar.

 
 

c) Während seiner/ihrer Tätigkeit in dieser Zeit bekam sie Einblick in die Arbeitsabläufe einer sozialen Einrichtung und sammelte praktische Erfahrungen im Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen.

Seine/Ihre Eindrücke und Erlebnisse stellte er/sie in der anschließenden Präsentation reflektiert und umfassend dar.

 
  d) Während seiner/ihrer Tätigkeit in dieser Zeit bekam sie Einblick in die Arbeitsabläufe einer sozialen Einrichtung und sammelte praktische Erfahrungen im Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen.


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  Zehn Regeln für junge Menschen im Umgang mit alten Menschen

1. Sei echt
Denn: Alte Menschen haben ein sehr feines Gespür für Echtheit oder Vortäuschung. Wenn du echt bist, kannst du eine echt gute Beziehung zu einem alten Menschen bekommen.

2. Spreche deutlich
Denn: Alte Menschen sind oft schwerhörig. Sie sind darauf angewiesen, dass du sie anschaust, wenn du sprichst, damit sie von deinen Lippen und von deiner Mimik ablesen können, was du sagen möchtest. Dazu gehört auch, dass du entsprechend langsam sprichst, übermäßig laut muss es nicht sein.

3. Sei einfühlsam
Versuche zu verstehen, was sie dir erzählen. Wenn du etwas nicht verstehst, frage nach! Man wird es dir gerne erklären.

4. Störe dich nicht daran, wenn alte Menschen oft Wasser trinken
Denn: Sie müssen es tun, da sie sonst zu wenig Flüssigkeit haben. Du siehst den Flüssigkeitsverlust auch z.B. an der faltigen Haut

5. Befasse dich mit der Technik des Rollstuhls
Probiere einen Rollstuhl erst selbst aus und prüfe wie bei einem Fahrrad, ob auch genügend Luft in den Reifen ist und die Bremsen funktionieren, bevor du jemanden darin fährst.

6. Sei erfinderisch
Vielleicht findest du heraus, über was sich ein alter Mensch freuen könnte. Die Freude, die du gibst, kehrt wieder zu dir zurück und du freust dich mit.

7. Erwarte nicht zuviel
Ein großer Erfolg ist schon, wenn dir jemand zulächelt und sich freut.

8. Sei zuverlässig
Halte, was du versprichst. Wenn du etwas, z.B. einen Termin, nicht einhalten kannst, dann sage Bescheid. Nur so wird man dir weiterhin Vertrauen schenken.

9. Habe Respekt vor dir selbst
Soviel Respekt wie du vor dir selbst hast, hast du automatisch auch vor anderen.

10. Wer sich selber achtet, wird auch von anderen beachtet
Deshalb: Sei nett zu dir selbst und sei nett zu den anderen.

 
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  Die Schweigepflicht

Sie gehört zu den strafrechtlichen Bestimmungen und ist festgelegt im § 205 des StGB (Strafgesetzbuches)


Das Gesetz über die Schweigepflicht lautet:

Das Pflegepersonal muss verschwiegen sein. Sein Berufsgeheimnis erstreckt sich nicht nur auf die Angelegenheiten des Kranken, sondern auch auf die seiner Angehörigen und des Arztes. Wenn es Privatgeheimnisse derselben offenbart, die ihm kraft seines Berufes anvertraut sind, so macht es sich strafbar.
Das Berufsgeheimnis erstreckt sich nicht nur auf Mitteilungen, sondern auch auf eigene Wahrnehmungen.

Ohne Erlaubnis und Entbindung von der Schweigepflicht dürfen Pflegepersonen selbst nicht dem Gericht und bei volljährigen Kranken auch nicht deren nächsten Angehörigen, Mitteilungen über Krankheitszustände machen, durch deren Bekanntwerden der Kranke Nachteile haben könnte. Bei gerichtlichen Ladungen sollen sie sich danach erkundigen, ob die Schweigepflicht nicht zur Verweigerung einer Aussage berechtigt oder verpflichtet.

1. Die Schweigepflicht ist zum Schutz des zu betreuenden Menschen
2. Die Schweigepflicht gibt dem zu betreuenden Menschen das Vertrauen zur/zum Betreuer/in, bzw. zum Arzt und zum Pflegepersonal.

Unter die Schweigepflicht fallen alle Kenntnisse, die das Betreuungs- und Pflegepersonal durch ihre berufliche Tätigkeit erlangt.

Ich bin über die Schweigepflicht unterrichtet und versichere hiermit, dass ich mich im Rahmen meines Sozialpraktikums so verhalte, dass die zu betreuenden Kinder, Alten und Kranken im Sinne der Schweigepflicht geschützt sind.

Datum                        Unterschrift

 
   
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  Mögliche Einsatzorte

Suche dir zwei bis drei Einsatzorte aus, an denen du am liebsten eingesetzt werden möchtest:

 
 
Einrichtung
Einsatzzeit
Kleeblatt Altenheim Großbottwarmit Visitation im Mobilen Krankenpflegedienst (abends)
Donnerstagnachmittag
Haus Ahorn – Altenheim Beilstein
Donnerstagnachmittag
Karl-Schaude-Stiftung – Altenheim für psychisch auffällige Menschen
Donnerstagnachmittag
Behindertenschule mit Schulkindergarten Kleinbottwar
Dienstag- oder Donnerstagnachmittag
Vorbereitung und Durchführung von Kindergottesdiensten
Dienstagabend (Vorbereitungstreffen) und Sonntagvormittag (Kindergottesdienst)
Kindergarten Großbottwar
Donnerstagnachmittag
Kindergarten Hof und Lembach
Donnerstagnachmittag
Kindergarten Winzerhausen
Donnerstagnachmittag
Kindergarten Beilstein
Donnerstagnachmittag
 
  Name: _________________________

Klasse: _________________________

Unterschrift des Schülers Unterschrift eines Erziehungsberechtigten

 
   
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  Brief an die Einrichtungen (Frühjahr 2003)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Toleranz, Nächstenliebe, Solidarität kennen lernen und sich bemühen, danach zu handeln, Aufgaben innerhalb von Familie und Gesellschaft zu übernehmen, das alles sind Ziele, die der Bildungsplan für den Religions- und Ethikunterricht der Klasse 8 vorsieht.
Wir sind Ihnen und den Mitarbeitern Ihrer Einrichtung diesbezüglich für Ihr außerordentliches Engagement und die zeitintensive Anleitung sehr dankbar. Unsere SchülerInnen erzählten und schrieben begeistert von ihren Erfahrungen, die sie in Ihrer Einrichtung machen durften.

Aus diesem Grunde möchten wir auch im nächsten Schuljahr unseren AchtklässlerInnen die Möglichkeit geben, mit Ihrer Hilfe an einem Sozialprojekt teilzunehmen. Am Ende dieses Schuljahrs werden wir die SchülerInnen fächerübergreifend (Leben und Arbeiten von alten und behinderten Menschen, Lebensumstände der Menschen vor ca. 50-100 Jahren, Grundlagen der Gesprächsführung, uvm.) auf das Projekt vorbereiten.

Wir bitten Sie deshalb darum, uns auch im kommenden Schuljahr wieder ______ Prakikumsplätze zur Verfügung zu stellen.

Das Praktikum beginnt in der dritten Schulwoche nach den Sommerferien (39. Kalenderwoche) und endet eine Woche vor den Weihnachtsferien (50. Kalenderwoche). Praktikumsnachmittag wird voraussichtlich wieder am Donnerstag von 14.30 – 17.00 h sein.

Über eine baldige positive Nachricht seitens Ihrer Einrichtung würden wir uns sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre


Brief an die Einrichtungen (Juni 2002) - Erstanfrage

Nächstenliebe als Schulfach?
Unterricht auf neuen Wegen ----
aber nur mit Ihrer Hilfe


Sehr geehrte Damen und Herren,

Toleranz, Nächstenliebe, Solidarität kennen lernen und sich bemühen, danach zu handeln, Aufgaben innerhalb von Familie und Gesellschaft zu übernehmen, das alles sind Ziele, die der Bildungsplan für den Religions- und Ethikunterricht der Klasse 8 vorsieht – aber, wie schafft man das? Wie lassen sich solche Vorgaben umsetzen ohne in salbungsvollen Worten oder unerreichbaren Vorbildern stecken zu bleiben? Dazu haben wir uns ein paar Gedanken gemacht und möchten neue Wege ausprobieren, Wege, die wir allerdings nur mit Hilfe anderer gehen können.

Unsere Ziele:
Schüler der 8. Klasse befinden sich in einer Umbruchsituation, sind auf der Suche nach Ihrer eigenen Persönlichkeit, fragen nach dem Sinn ihres Lernens und Tuns. Im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts wollen wir dieser Situation und den guten Vorgaben des Bidlungsplans Rechnung tragen und den SchülerInnen in Form eines Sozialpraktikums die Möglichkeit bieten, in sozialen Bereichen eigenen praktische Erfahrungen zu sammeln. Dabei können sie ihre Stärken und Schwächen kennen lernen im direkten Umgang mit anderen Menschen – auch im blick auf die spätere Berufswahl.

Unsere Vorstellung:
Die SchülerInnen besuchen im Rahmen ihrer Schulpflicht an einem Nachmittag der Woche für ca. 2 ½ Stunden eine soziale Einrichtung und werden von den dort arbeitenden Fachkräften in den Arbeitsbereich eingebunden. Nach einer kurzen Einführung sollten sie durchaus eigene Aufgaben und Pflichten übernehmen und in die Verantwortung genommen werden. Das bedeutet für die betreuende Einrichtung zwar einerseits eine Zusatzbelastung, kann aber auch zur Entlastung beitragen, wenn die SchülerInnen fest in die Arbeit eingebunden werden. Für die SchülerInnen bedeutet es eine Lebenserfahrung, aus der Theorie wird Ernst, sie können sich nicht bequem zurücklehnen, sondern handeln verantwortlich.

Da das Projekt als schulische Veranstaltung läuft, sind die SchülerInnen zu regelmäßiger Anwesenheit verpflichtet und von Seiten der Schule betreut und versichert.
Die SchülerInnen schreiben abschließend einen ausführlichen Erfahrungsbericht, in dem sie Ihre Einrichtung und die eigene Arbeit darstellen. Neben einer kurzen Beurteilung, die wir uns von Ihnen erhoffen (Fragebogen über Arbeitseifer, Anstelligkeit, Einsatz, etc.) dient dieser Bericht als Basis für die Jahresnote im Fach Religion bzw. Ethik.

Wenn Sie mit uns der Meinung sind, dass eine praktische Tat und Erfahrung besser sind als zehn gute Vorsätze, wenn Sie sich vorstellen können uns bei diesem Vorhaben zu unterstützen, dann arbeiten Sie bitte mit uns zusammen. Auf jeden Fall aber freuen wie uns über jede Rückmeldung zu unserem Vorhaben.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, wie sind gespannt auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

 
   
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  Rückmeldungen zum Sozialprojekt

1. Das fand ich gut an meiner Arbeit

Altenheim:
· gute Kontakte aufgebaut, so dass die Bewohner es kaum erwarten konnten,   mich wieder zu sehen
· gute Erfahrung mit alten Leuten und Helfen bei ihren alltäglichen Dingen
· selbstständiges Arbeiten
· Verantwortung tragen dürfen
· Trotz großen Altersunterschied viel Spaß mit den Bewohnern
· Sehen, wie alte Leute leben und was sie den ganzen Tag machen
· Gemeinsames Spielen und Reden tat beiden Seiten gut
· Selbst mithandeln dürfen
Kinderkirche:
· Themen waren für mich gut verständlich
· viel Kontakt und Gespräch mit den Kindern
· Ich konnte den Kindern eine Geschichte vorlesen und sie haben zugehört
· sehr offener Kontakt
Behindertenschule:
· dass die Kinder anhänglich waren und nicht ihre Ruhe wollten von uns
· Arbeiten mit schwierigen Kinder
· lernen, wie man auf sie eingehen kann
· völlig neue Erfahrung für mich
· gute Zusammenarbeit mit Kindern und Lehrern
Kindergarten:
· selbstständig arbeiten
· Kinder haben mit gut aufgenommen
· dass ich einiges über die Arbeit im Kindergarten erfahren haben
· war sehr unterhaltsam
· Zusammensein mit Kindern
· Basteln, spielen, vorlesen, lachen
· im Umgang mit Kindern viel dazu gelernt
· viel Spaß
· Abwechslung bei der Arbeit
· manchmal auch Sportunterricht

2. Das fand ich nicht gut an meiner Arbeit

Altenheim
· wir mussten immer warten, bis sie Kaffee getrunken hatten
· wenig Abwechslung
· Fragen formulieren war sehr schwer
Kinderkirche:
· Vorbereitunszeit Dienstagabend war sehr spät
Behindertenschule:
· dass manche Kinder nicht so lange zuhören konnten
· dass man manchmal vollgesabbert wurde
Kindergarten:
· keine Zeit zwischen Schule und Kindergarten
· teilweise sehr wenig Kinder im Kindergarten (Beilstein)
· Kinder waren sehr frech und haben immer das getan, was sie wollten
· dass die Kinder nicht zuhören konnten
· zu wenig gemeinsame Spiele und Basteln
· Kinder waren sehr anstrengend
· wenn Kinder weinten

3. Diese positiven oder neuen Erfahrungen habe ich gemacht

Altenheim:
· man kann sich auch mit alten Leuten gut unterhalten
· die Alten waren sehr sympathisch und man konnte sich gut mit ihnen   verstehen
· sie waren teilweise noch sehr fit
· dass man mit Alten auch spielen und Spaß haben kann
· Lebenserfahrung der Bewohner
· Sie können mehr als ich dachte.
Kinderkirche:
· geradeheraus mit ihnen reden
· Umgang mit der Bibel für Kinder
· Bibelgeschichten kann man auf verschiedene Weise erzählen
· Erzählen der Geschichten macht Spaß
Behindertenschule:
· Dass es nicht so schlimm ist mit behinderten Kindern zu arbeiten
· Diese Arbeit macht Freude
· Behinderte können auch sehr nett sein
· Ich habe das Leben eines Behinderten etwas kennengelernt
Kindergarten:
· Die Kinder verstehen sich gut, egal ob Ausländer oder nicht, ob groß, ob   klein
· Kinder haben nicht oft gestritten
· dass ich jetzt besser weiß, wie man mit Kindern umgeht
· Kinder können lieb oder auch kleine Teufelchen sein
· Kinder haben unterschiedliche Interessen
· Die meiste Zeit wollen sie spielen
· Dass die Kinder auf die Betreuer nicht immer hören
· Die Kinder hörten auf mich
· Auch mit kleinen Kindern kann man schon viel machen und unternehmen

4. Diese unangenehmen Erfahrungen musste ich machen

Altenheim:
· Manche Leute stanken arg
· Manche wollten nie etwas unternehmen
· Ein Mann weinte immer, wenn man ihm eine Frage stellte
· Manchmal bekam man blöde oder keine Antworten zurück
Kinderkirche:
· Kinder waren oft zappelig und so war es schwer, ihnen etwas zu erzählen
· Ich habe viele andere Leute kennengelernt
· Ich durfte auch mal eine Gruppe leiten
Behindertenschule:
· Manche waren ziemlich anstrengend und abweisend
· Manche hörten nicht auf uns
· Manche verstanden einen nicht richtig
Kindergarten:
· Kinder waren frech
· Beim Fußballspielen wurde viel gefoult
· wenn Kinder in die Hose gemacht hatten
· Manche türkischen Kinder können fast kein Deutsch
· Streit
· Nur 10 min an einer Sache spielen
· Heulen und Kinder trösten

5. Das fand ich gut an der Einrichtung, in der ich war:

Altenheim:
· schöner Wintergarten, sah dort aus wie im Paradies
· Kiosk und Cafeteria
· Türen gingen automatisch auf
Kinderkirche:
· Kirche war immer schön geschmückt
Behindertenschule:
· Alles ist behindertengerecht und durchdacht (z.B. Bodenheizung, Fenster bis   zum Boden)
· Alles ist neu
· Es gibt auch Außenklassen
Kindergarten:
· Spieltürme
· Möglichkeit zum Freispiel
· Viel Platz
· Ordnung
· Viele Angebote zum Spielen
· Großer Außenbereich

6. Das fand ich nicht gut an meiner Einrichtung

Altenheim:
· langsamer Aufzug
· lange Wartezeit vor dem Fahrstuhl
· dunkle Zimmer
· enge Gänge
Kinderkirche:
· wir mussten oft den Raum wechseln
Behindertenschule:
· Direktor war unhöflich
· Schlechte Luft in den Klassenzimmern
Kindergarten:
· Lesecke wurde kaum genutzt
· Wenig Tageslicht im Raum
· Manche Sachen waren schon ziemlich alt und kaputt
· Garten war nicht schön gestaltet und Toilette hat gestunken

7. Das fand ich gut an meinen Betreuern:

Altenheim:
· haben sich viel um die Bewohner gekümmert
· große Hilfsbereitschaft
· ideenreich
· gute Organisation
· Respekt vor den alten Leuten
Kinderkirche:
· waren sehr nett und freundlich
· haben Start ins Sozialprojekt sehr erleichtert
· hilfsbereit
· haben den Kindern Süßigkeiten geschenkt
Behindertenschule:
· Betreuer haben uns gut über ihre Einrichtung informiert
· man konnte sich gut mit ihnen unterhalten
· hilfsbereit
· haben uns in die Arbeiten mit einbezogen und alle Fragen beantwortet
· waren nicht zu hart mit den Kindern, haben auch mal was durchgehen lassen
Kindergarten:
· haben viele Infos über die Kinder gegeben
· nett und hilfsbereit
· beantworteten Fragen
· immer gut gelaunt
· guter Draht zu den Kindern


8. Das hat mir nicht so gefallen an meinen Betreuern:

Altenheim:
· sie waren immer etwas gestresst
· nur eine Betreuerin hat sich immer schnell aufgeregt
Kinderkirche:
· -/-
Behindertenschule:
· manchmal wenig Geduld mit den Kindern
Kindergarten:
· sehr streng
· haben sich wenig um die Kinder gekümmert
· wenn es Spaß machte und laut wurde, mussten wir immer aufhören


9. Meine Wünsche an die Einrichtung, bzw. meine Betreuer:

Altenheim:
· hellere Lichter
· immer schön ruhig bleiben
· mehr Spiele mit den Bewohnern
· Sie sollen so weiter machen. Sie machen ihren Job gut
Kinderkirche:
· So weiter machen wie bisher
· Dass sie immer so nett bleiben und viele Helfer kriegen
Behindertenschule:
· Ab und zu lüften
· Sie sollen so weiter machen wie bisher
Kindergarten:
· Macht so weiter!
· Mehr Spiele
· Mehr Sonderaktionen

10. Meine Wünsche an die Schule, bzw. die Betreuungslehrer

Altenheim:
· Sozialprojekt nächstes Jahr wieder
· Weniger Bericht schreiben
· Es ist gut, wenn man an so etwas teilnehmen kann
· Dass sie das Projekt weiterhin so erfolgreich durchsetzen
· Projekt weiter machen
Kinderkirche:
· Noch mehr Infos über die Stelle
· Keine Berichte
  Behindertenschule:
· Sozialprojekt weiter führen
· Sozialprojekt in Klasse 9 nochmal
  Kindergarten:
· Weniger Bericht
· Jede Klasse 8 soll ein Sozialprojekt machen

 
   
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  Beurteilungsbogen

Name: .........................................................

1. Kurze Tätigkeitsbeschreibung:

2. Mögliche Beurteilungskriterien
· Pünktlichkeit
· Umgang mit Sachwerten der Einrichtung
· Umgangsformen gegenüber den Betreuten und dem Personal
· Umsetzung von Anweisungen
· Zuverlässigkeit/Gewissenhaftigkeit
· Interesse an der Arbeit der Einrichtung
· Kommunikationsbereitschaft und –fähigkeit
· Soziales Einfühlungsvermögen
· Eigeninitiative

3. Notenkriterien
Note 1 = sehr gut Die Leistung entspricht den Anforderungen in besonderem Maße
Note 2 = gut Die Leistung entspricht den Anforderungen voll.
Note 3 = befriedigend Die Leistung entspricht den Anforderungen im Allgemeinen.
Note 4 = ausreichend Die Leistung weist zwar Mängel auf, entspricht aber im
Ganzen noch den Anforderungen.
Note 5 = mangelhaft Die Leistung entspricht den Anforderungen nicht.

4. Notenvorschlag:

5. Anmerkungen:

Ort, Datum Unterschrift und Stempel der Einrichtung

 
   
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