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Zentrale Maßstäbe
für die mündliche Prüfung EuroKom
in der Pflichtfremdsprache der Realschule
ab Schuljahr 2004/2005
gemäß § 9 Abs. 6 der Notenbildungsverordnung


Übersicht:
1.  Mündliche Prüfung „Europäische Kommunikationsfähigkeit – EuroKom“
1.1 Ziel der EuroKom-Prüfung
1.2 Durchführung der EuroKom-Prüfung
2.  Prüfungsinhalte
2.1 Präsentation des Schwerpunktthemas
2.2 Hörverstehen
2.3 Kommunikative und situative Aufgabenformen
3.  Bewertung
3.1 Gewichtung der EuroKom-Prüfung
3.2 Bewertung der Leistung in der EuroKom-Prüfung
3.3 Kriterienkatalog für die EuroKom-Prüfung
Anlage: Bewertungsbogen EuroKom

1. Mündliche Prüfung „Europäische Kommunikationsfähigkeit - EuroKom“
1.1 Ziel der EuroKom-Prüfung
In dieser mündlichen Prüfung sollen die Schülerinnen und Schüler ihre
kommunikative Kompetenz situations-, anwendungs- und partnerbezogen
nachweisen. Sie zeigen, dass sie in der Lage sind, persönliche Begegnungen
sprachlich zu gestalten, auf Sprache zu reagieren, Inhalte weiterzugeben,
Ergebnisse zu präsentieren, Sachverhalte und Standpunkte zu diskutieren.

1.2 Durchführung der EuroKom-Prüfung
- Die EuroKom-Prüfung wird während des ersten Halbjahres der 10. Klasse
durchgeführt, kann außerhalb der stundenplanmäßigen Unterrichtszeit terminiert
werden und findet aus Gründen der Gleichbehandlung in einem Zeitraum von
höchstens 2 Wochen statt.
- Sie umfasst verpflichtend die drei Teile:
• Präsentation des Schwerpunktthemas
• Hörverstehen
• kommunikative und situative Aufgabenformen
- Eine Reihenfolge ist nicht festgelegt, der zeitliche Rahmen umfasst etwa   15 Minuten.
- Die Prüfung kann auch als Tandemprüfung stattfinden.
- Bei einer Tandemprüfung beträgt die Prüfungszeit etwa 30 Minuten. Eine
  individuelle Leistungsfeststellung muss erfolgen.
- Die Fachlehrkraft legt jeweils mit den Schülerinnen und Schülern fest, ob   die EuroKom-Prüfung als Einzel- oder als Tandemprüfung durchgeführt   wird.
- Die EuroKom-Prüfung findet zusammen mit einer zweiten Fachlehrkraft   statt.
- Ein Protokoll der EuroKom-Prüfung, das bei der Schule verbleibt, wird   angefertigt.
- Im Anschluss an die EuroKom-Prüfung setzen die beteiligten Lehrkräfte die   Note der EuroKom-Prüfung fest und dokumentieren sie auf dem   Bewertungsbogen EuroKom (Anlage).
- Die Note wird der Schülerin / dem Schüler bekannt gegeben.

Empfehlungen
• für organisatorische Vorbereitungen, Prüfung und Notenfindung 25 Minuten
  pro Schülerin/Schüler einplanen
• an einem Tag nicht mehr als 10 - 12 Schülerinnen und Schüler prüfen
• den Zeitraum für die Durchführung von EuroKom frühzeitig festlegen und   das gesamte Kollegium über EuroKom informieren

2. Prüfungsinhalte
2.1 Präsentation des Schwerpunktthemas

Ziele
Bei der Präsentation des Schwerpunktthemas sollen die Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie ein selbstständig vorbereitetes Thema strukturiert, verständlich und anschaulich darstellen und erläutern können.

Inhaltliche Gestaltung
Die Schülerinnen und Schüler sollten in der Auswahl und Ausarbeitung ihrer
Präsentationsthemen beraten werden (darunter ist keine Endkorrektur zu verstehen).
Das Schwerpunktthema wird vom Schüler / von der Schülerin im Einvernehmen mit der unterrichtenden Fachlehrkraft gewählt. Die Inhalte können aus dem Erfahrungs- und Interessenbereich der Schülerinnen und Schüler sowie aus Unterrichtsthemen der vorangegangenen Klassenstufen entnommen werden.
In der Prüfung präsentiert der Schüler /die Schülerin das Schwerpunktthema in der Regel in zusammenhängender Rede. Ein Gespräch über diese Präsentation ermöglicht Rückfragen (z.B. persönlicher Bezug, Hilfsmittel, Arbeitsprozess) und eine Vertiefung des Themas.

2.2 Hörverstehen
Ziele
Beim Hörverstehen werden überwiegend die rezeptiven Fähigkeiten der
Schülerinnen und Schüler anhand authentischer Hörtexte überprüft. Erwartet wird eine mündliche sprachliche Reaktion, die lediglich das Verständnis nachweist.

Inhaltliche Gestaltung
Die Hörtexte sind kurze Ausschnitte aus Alltagssituationen (Durchsage, Reportage, Telefongespräch, Interview usw.), mit denen die Schülerinnen und Schüler in der Zielsprache konfrontiert werden.
Die Darbietung der Hörtexte erfolgt über moderne Informationsmedien.
Der Hörtext wird nicht wiederholt.
Die Schülerinnen und Schüler können sich Notizen machen, sie bekommen aber keine schriftlichen Arbeitsaufgaben.

2.3 Kommunikative und situative Aufgabenformen
Ziele
Bei kommunikativen und situativen Aufgabenformen steht die freie Sprachproduktion im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie in der Fremdsprache spontan und situationsbezogen agieren und reagieren können.

3. Bewertung
3.1 Gewichtung der EuroKom-Prüfung
Die EuroKom-Prüfung wird zusätzlich zu den 4 obligatorischen Klassenarbeiten und der mündlichen Bewertung von Schülerleistungen in Klasse 10 durchgeführt undzählt wie zwei Klassenarbeiten.

3.2 Bewertung der Leistung in der EuroKom-Prüfung
Die drei Teile der EuroKom-Prüfung (Präsentation eines selbstgewählten Themas inder Fremdsprache, Hörverstehen und kommunikative-situative Aufgaben) werdengemäß des Kriterienkataloges mit Punkten bewertet.
Die Endnote errechnet sich nach folgender Tabelle:

Punkte
Note
Punkte
Note
Punkte
Note
25
1,0
16,5
2,7
8
4,4
24,5
1,1
16
2,8
7,5
4,5
24
1,2
15,5
2,9
7
4,6
23,5
1,3
15
3,0
6,5
4,7
23
1,4
14,5
3,1
6
4,8
22,5
1,5
14
3,2
5,5
4,9
22
1,6
13,5
3,3
5
5,0
21,5
1,7
13
3,4
4,5
5,1
21
1,8
12,5
3,5
4
5,2
20,5
1,9
12
3,6
3,5
5,3
20
2,0
11,5
3,7
3
5,4
19,5
2,1
11
3,8
2,5
5,5
19
2,2
10,5
3,9
2
5,6
18,5
2,3
10
4,0
1,5
5,7
18
2,4
9,5
4,1
1
5,8
17,5
2,5
9
4,2
0,5
5,9
17
2,6
8,5
4,3
0
6,0


3.3 Kriterienkatalog für die EuroKom-Prüfung

1) Präsentation des Schwerpunktthemas (10P)
    a) Inhalt und Darstellung
        5P Thema sehr umfassend und ausführlich bearbeitet, vorbildlich         strukturiert, sehr hohe Informationsdichte, sehr anschaulich         präsentiert, effektiver Medieneinsatz
        4P Thema umfassend bearbeitet, hohe Informationsmenge, klar         strukturiert, hohe Informationsdichte, verständnisunterstützender         Medieneinsatz
          3P Thema auf wesentliche Aspekte begrenzt, genügend Information,         erkennbare Struktur, Medien unterstützen teilweise das Verständnis
          2P erkennbare Kenntnislücken, wenig informativ, wenig         Anschauungsmaterial, Medien nicht verständnisunterstützend genutzt
          1P gravierende Mängel in der Bearbeitung des Themas, kaum         informativ, Medien sind isoliert und ohne Funktion
          0P keine erkennbare Vorbereitung, Schweigen,
        unverständliche/zusammenhanglose Äußerungen, kein         Anschauungsmaterial

     b) Sprache, Auftreten und Reaktion auf Fragen
          5P spricht sehr flüssig, nahezu fehlerlos und frei, reagiert souverän         auf Fragen, tritt sehr sicher auf
          4P spricht flüssig mit leichten Fehlern, trägt mit Hilfe von         Stichwörtern frei vor, reagiert gut auf Fragen, tritt sicher auf
          3P spricht mit gelegentlichen Unterbrechungen, macht häufig Fehler,         trägt in Satzfragmenten vor, beantwortet Fragen zufriedenstellend,         reagiert teilweise unsicher
         2P spricht stockend, macht elementare sprachliche Fehler, gibt Text         auswendig wieder, kann auf Fragen nur schwer reagieren, ist unsicher         im Auftreten
         1P spricht bruchstückhaft, macht gravierende Fehler, liest einen         vorformulierten Text ab, reagiert schlecht auf Fragen, zeigt starke         Unsicherheiten im Auftreten
         0P schweigt oder spricht unverständlich, reagiert nicht auf Fragen

2) Hörverstehen (5P)
         5P
Die Schülerin / der Schüler hat die Hör-Situation ... vollständig        erfasst.
         4P ... weitgehend erfasst.
         3P ... in großen Teilen erfasst.
         2P ... teilweise erfasst.
         1P ... lückenhaft erfasst.
         0P ... gar nicht erfasst.

3) Kommunikative und situative Aufgaben (10P)
    a) Situationserfassung, Rollenidentifikation, Reaktion
        5P kann komplexe Situationen schnell erfassen, reagiert souverän,        kann das Gespräch mitgestalten, geht auf den Gesprächspartner ein,        identifiziert sich mit der Rolle
        4P kann komplexe Situationen erfassen, reagiert angemessen und        sicher, trägt zur Aufrechterhaltung des Gesprächs bei, angemessene        Rollenidentifikation
        3P kann eine begrenzte Anzahl von Situationen erfassen, reagiert
       zufriedenstellend, reagiert auf Fragen angemessen
        2P besitzt elementare Verständnismöglichkeiten, benötigt Hilfen bei der        Deutung von Situationsmerkmalen, hat Schwierigkeiten auf Fragen zu        reagieren
        1P kein Bezug zum Gesprächspartner, leistet kaum einen eigenen        Beitrag zum Gespräch, kann dem Gespräch schlecht folgen, verwendet        angelernte Redewendungen
        0P keine Verständigung möglich

  b) Sprache
       5P hervorragend zu verstehen, nahezu fehlerlos, verfügt über einen
      überdurchschnittlichen Wortschatz, macht inhaltlich sinnvolle und
      zusammenhängende Aussagen, gebraucht Redemittel, die das Gespräch
      mitgestalten
       4P spricht sehr flüssig und zusammenhängend, wenige Fehler bei       Strukturen und Wortschatz, verfügt über einige Redemittel das       Gespräch zu gestalten
       3P spricht flüssig und verständlich mit einzelnen Fehlern, verwendet       einen angemessenen Wortschatz mit einzelnen Lücken, ist unsicher bei       der Verwendung von Strukturen, kann dem Gespräch folgen
       2P spricht stockend, aber noch verständlich, verwendet einfache       Strukturen und einfachen Wortschatz, häufige Fehler bei Strukturen       und Wortwahl, überlässt die Geprächsinitiative dem Partner
      1P spricht bruchstückhaft, macht gravierende Fehler, die das             Verständnis erschweren, verwendet einen reduzierten und nicht       angemessenen Wortschatz
       0P schweigt oder spricht kaum selbstständig

Bewertungsbogen EuroKom

Name: ___________________________ Klasse: _______ Datum: _________

Teil 1: Schwerpunktthema: ________________________________________

erreichte Punktzahl
0 1 2 3 4 5 Inhalt und Darstellung
(thematische Auseinandersetzung, Informationsmenge,
Strukturierung, Anschaulichkeit durch Medieneinsatz)

0 1 2 3 4 5 Sprache, Auftreten und Reaktion auf Fragen
(monologisches Sprechen, Flüssigkeit, Verständlichkeit,
sprachliche Richtigkeit, Sicherheit)

Teil 2: Hörverstehen: _____________________________________________

erreichte Punktzahl
0 1 2 3 4 5 Erfassen der Hörsituation

Teil 3: Kommunik. u. situative Aufgaben: ____________________________

erreichte Punktzahl
0 1 2 3 4 5 Situationserfassung, Rollenidentifikation, Reaktion
0 1 2 3 4 5 Verständlichkeit, sprachliche Richtigkeit

Höchstpunktzahl: 25     Gesamtpunktzahl: ________


______________________________________________ Note: ________
Unterschrift: verantwortliche Fachlehrkräfte