Matern Feuerbacher
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Über die Eckdaten seines Lebens ist wenig Genaues bekannt: Er wurde um 1480 in Großbottwar geboren, für sein Todesjahr finden sich keine Quellen. In seiner Heimatstadt war er Gast- und Schankwirt, Magistratsmitglied, Vertrauter des Vogtes, auch Ansprechpartner des benachbarten Adels. Ins Licht der weiteren Öffentlichkeit trat er 1525, als sich die Bauern gegen die Herrschaft des Adels und der Geistlichkeit wehrten. Zunächst lokaler Anführer aufmüpfiger Großbottwarer Bauern, wurde er durch Zuruf Sprecher der Aufrührer des Bottwar- und Schozachtals, erwählter Hauptmann aller hinzuströmenden Unterländer Bauern, oberster Hauptmann der gesamten württembergischen Bauernhaufen und hatte 15 000 bewaffnete Männer unter seinem Befehl. Als Eroberer, Verteidiger und Organisator des Landes war Feuerbacher für 14 Tage Herr von Württemberg. Doch das Bauernheer wurde am 12. Mai 1525 bei Böblingen vernichtend geschlagen, Feuerbacher konnte entkommen und fürs Erste untertauchen. Ende 1526 aufgegriffen, kam es zum Prozess vor dem Kaiserlichen Hofgericht in Rottweil. Nach seinem überraschenden Freispruch ein Jahr später ist Feuerbacher nach Zürich ausgewichen, wo er lange lebte, doch später wieder wegzog. Bemerkenswert ist, dass er 1525 einen Schutzbrief für Barbara von Weiler auf Lichtenberg und deren neugeborenen Sohn ausgestellt hatte. So blieb die Burg unzerstört.

Literatur: Ehmer, Hermann: Matern Feuerbacher und der Bauernkrieg, Begleitheft zur Ausstellung in Großbottwar. 1988, 14 S.